Grünkohl – mal historisch

Am 4. November läutet die „Oldenburger Palme“ die diesjährige Kohlsaison ein. Anlass für das GÄSTEHAUS TOFREDEN, der Geschichte des Grünkohls einmal nachzugehen.

Die Friesen sind ja überzeugt, dass der Grünkohl vom Wilden Meerkohl abstammt, einer Wildform unseres kultivierten Kohls. Der Mythologie nach ist es den Göttern des Olymps zu verdanken, dass wir alljährlich in der kalten Jahreszeit in den Genuss des grünen Gemüses kommen. Laut einer griechischen Sage hatten sich in dunkler Urzeit Prinz Lykurgos mit Dionysos zerstritten. Der Gott war so erbost, dass er den armen Lykurgos blenden und zerreißen ließ. Aus den Tränen des Lykurgos sprossen die ersten Kohlpflanzen. Der Kohl war infolge beliebt und wuchs zu einem weit verbreiteten Mahl.

Auch in der frühen griechischen und römischen Medizin hatte der Grünkohl seinen Platz, so dass sich auch die Philosophen über ihn Gedanken machten. Bei Theophrast, einem Schüler von Aristoteles wird der Grünkohl ausdrücklich erwähnt. Der Römer Cato war vom Kohl so angetan, dass er ein Loblied darauf verfasste. Wer im römischen Reich über große Mengen Kohl verfügte, galt als reicher Mann. Die Kohlvielfalt im alten Rom war so enorm, dass Züchter untereinander wetteiferten, wer die größten, prachtvollsten und farbenfrohesten Kohlsorten besaß.

Heute wetteifern die zahlreichen Restaurants und Kohltourer im Oldenburger Land um diese Auszeichnung.

Jedes Frühjahr: Seine Hoheit – der Spargel – bittet zu Tisch

Rund um das Gästehaus laufen die befreundeten Restaurants zur Hochform auf. Ob Spargel klassisch, nach einem besonders raffinierten Rezept oder in einer ganz neuen Variante, im Menue, als Buffet oder a la carte: Garantiert ist immer der wahrhaft königliche Genuss sowie ein kaiserliches Schlemmervergnügen.

Eine zünftige Spargeltour per Rad lockt zu den Feldern, wo jeden und den ganzen Tag die Spargelbauer das „Kaisergemüse“ stechen, lohnt den Stopp bei Hofläden und Märkten, bei denen die Frische das herausragende Qualitätsmerkmal ist und von denen man mit guten Tipps versorgt wird. Kurzum: Ein lohnenswerter Ausflug in das Paradies für Genießer!

Bis zum 24. Juni ist Spargelzeit, bis zum Johannistag wird geerntet. Danach sammelt der Spargel Kraft für das nächste Jahr.

Zunächst frönte der Spargel sein Dasein in Klostergärten, wo ihn gelehrte Mönche zumeist als geschätzte Heilpflanze anbauten. Bereits um 1100 wird Spargel von Byzantinischen Ärzten als Heilpflanze erwähnt; daher auch sein lateinischer Name „Asparagus officinalis“. Der erste urkundlich in Deutschland erwähnte Anbau von Sparge ist in 1565 im „Stuttgarter Lust-garten“ datiert. Heute beträgt die geerntete Spargelmenge in Deutschland 114.000 Tonnen; fast ein Viertel davon wird in Niedersachsen erzeugt.